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Titicaca See

 

Bolivien, Peru

 

Der Titicaca See liegt auf einer aus mehreren Becken bestehenden Hochfläche, die als Altiplano bezeichnet wird. Mit einer Größe von ca. 8.300 km² ist er der größte See Südamerikas. Der See liegt ca. 3.820 m über dem Meerespiegel und ist damit der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die größte Tiefe erreicht der Titicaca See mit 284 m in seinem nordöstlichen Abschnitt.

 
 

Fünf Zuflüsse und Niederschläge speisen den See. Mit 97 % an der gesamten Wasserentnahme trägt die Verdunstung zum größten Wasserverlust des Sees bei. Trotz kurzzeitiger Wasserhochstände nimmt der Seespiegel kontinuierlich ab.

 

Die Böden sind abwechselnd mal zu trocken und mal zu sumpfig. Nur kärgliche Getreide- und Kartoffelernten können hier eingebracht werden. Davon können die Bauern aber kaum leben und so werden auf den Hängen noch zusätzlich Lamas und Alpacas gehalten, deren Wolle die Haupteinnahmequelle der Bewohner ist. 

 
 
Trotz der schwierigen Bedingungen entwickelte sich im Gebiet rund um den Titicaca See schon weit vor den Inkas eine Hochkultur. Diese konnte sich nur aufgrund eines ausgeklügelten Be- und Entwässerungssystems der Felder entwickeln, das allerdings im Laufe der Zeit in Vergessenheit geriet und erst langsam wieder von heutigen Bauern genutzt wird.
 
 

In der Umgebung des Titicaca Sees leben die Aymará, ein seit langen Zeiten hier lebendes Indiandervolk. Ihre eigene Sprache und ihre Kultur, besonders die ausgeprägten Tänze, konnten sie bis heute erhalten. Die Aymará leben auf kleinen schwimmenden Inseln im See, die wie ihre Häuser und Boote aus Papyrusschilf gebaut sind. Diese auch als Tortora-Reet bezeichnete Pflanze wächst an den seichten Ufern des Sees. Die Inseln bestehen aus

vielen Lagen Schilf, so dass sie weich und federnd, aber auch schwankend sind. Die aus Tortora-Reet gebauten, kanuartigen Boote, bieten oft Platz für eine ganze Familie und halten ca. sechs Monate, bevor das Schilf verfällt.
 
 

Weitere Informationen zum Titicaca See

 

Detaillierte Daten

 

Kontaktadresse

 

Lake Titicaca Basin - Studie des UNESCO - World Water Assessment Programme (in englischer Sprache)

http://www.unesco.org/water/wwap/case_studies/titicaca_lake/titicaca_lake.pdf

 
 
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