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Transhumanz - Traditionelle Wanderweidewirtschaft

 
 
 

Im Frühsommer, wenn weite Landschaften Zentral- und Südspaniens anfangen auszutrocknen, beginnt die Transhumanz in Spanien. Über Hunderte von Kilometern wird das Vieh in die gebirgigen, feuchteren Regionen im Norden Spaniens getrieben. 

 

Diese Jahrtausende alte Praxis der Transhumanz mobilisierte bis Anfang des 20. Jahrhunderts über vier Millionen Schafe, Ziegen und Rinder. Die Wende kam mit dem Eintritt Spaniens in die Europäische Gemeinschaft und der damit verbundenen EG-Supermarkt-Agrarpolitik, gegen die die spanischen Wanderhirten mit ihrer überlieferten, extensiven Viehzucht keine Chance hatten.

 
 

Die Wanderweidewirtschaft ist von großer Bedeutung für den Schutz wertvoller Ökosysteme. Durch den Abtrieb in den Norden werden die Dehesas, die lichten Steineichenwälder in Südspanien, vor Überweidung geschützt. Gefährdete Steppenvögel, wie die Großtrappe, finden genügend Nahrung für ihre Brut in den Steppen und Getreidefeldern – ohne die Konkurrenz der Viehherden.

 
 

Um die Tradition der Transhumanz aufrecht zu erhalten, wurde die Fundación Global Nature selbst zum Viehzüchter und ging vier Jahre lang mit einer Herde von 2.000 Merinoschafen auf die Wanderschaft. Zwei der zehn wichtigsten Cañadas, die berühmte "Ruta de la Plata" und die Cañada Leonesa wurden detailliert untersucht und alle unpassierbaren Stellen dokumentiert.

 

Das Projekt wurde ein Riesenerfolg. Jeden Herbst wurde die Herde beispielsweise quer durch Madrid über die alte Cañada der Puerta de Alcalá getrieben, begleitet von bis zu 50.000 begeisterten Menschen. Die Finca (Farm) "Talaván", die von der Fundación España im Rahmen des Projekts gekauft wurde, ist die erste ökologisch anerkannte Farm in der Extremadura.

 

Heute arbeitet die Fundación Global Nature España hauptsächlich daran, neue Perspektiven für die Transhumanz aufzuzeigen. Dazu gehört die Nutzung alter gefährdeter Haustierrassen, die sich hervorragend an das Klima und den kargen Boden anpassen und erstklassige Fleischprodukte aus extensiver Viehzucht liefern. Neue Vermarktungswege für die "Produkte aus der Transhumanz" oder die touristische Nutzung der Cañadas, die quer durch Spaniens Natur- und Kulturreichtum führen, sind ebenfalls wichtige Aspekte, um die Transhumanz im 21. Jahrhundert wieder zu einem bedeutenden Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften zu machen.

 
 Rinder der Rasse Blanca Cacarena
 Finca Talaván
 Landschaft
 

Kontaktadresse

 

Fundación Global Nature España, Madrid Office

Eduardo de Miguel

c/ Capitán Haya, esc 2, 9°

E - 28020 Madrid, Spain

Tel.: + 34 - 91 - 556 93 90

Fax: + 34 - 91 - 556 98 95

E-Mail: madrid@fundacionglobalnature.org

 
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