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Flussparlament an der Spree
Jugendliche reichen der Politik das Wasser
Berlin, 18. Oktober 2012: Junge Gewässervertreter aus ganz Deutschland fordern im Bundestag saubere Flüsse und Seen. MdB Nicole Maisch: „Wir haben die Botschaft verstanden."
 
Am Donnerstagabend, dem 18.10.2012, reichten 23 Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands den Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch (Bd. 90/Die Grünen), Toni H.. (Bd. 90/Die Grünen) und Herbert Behrends (Die Linke) ein Mixgetränk aus Alster, Nagold und Mühlenriede. Der gemeinsame Umtrunk auf die Lebendigkeit unserer Flüsse war der Höhepunkt des Flussparlaments. Bei der Veranstaltung im Fraktionsraum der Grünen im Deutschen Bundestag, zu der überparteilich eingeladen worden war, verschafften sich die jungen Gewässerschützer Gehör für ihre Forderungen: Mehr Engagement der Bundespolitik für die Verbesserung der Gewässerqualität, statt Verbotsschildern und intransparenter Bürokratie eine bessere Zusammenarbeit zwischen der Bevölkerung und den Behörden, eine ressortübergreifende Kooperation der Ministerien zum Thema Wasser und mehr Bademöglichkeiten an öffentlichen Gewässern waren die zentralen Anliegen.
 
Die Jugendlichen hatten bereits im Vorfeld mit spektakulären Badeaktionen auf die Problemsituation an ihren Flüssen und Seen aufmerksam gemacht. Im Rahmen eines Wettbewerbs, der Big Jump Challenge, informierten sie sich bei den Behörden über den Zustand der Gewässer und stellten einige Mängel fest, auch in der Kommunikation. So riet Max Dietel, dessen Team bei der Organisation des Big Jumps an der Nagold viel Information und Unterstützung durch die zuständige Behörde erhielt: „Viele Behörden sollten sich an unserer Verwaltung ein Beispiel nehmen!" Kritik gab es von den Jugendlichen aus Nagold dennoch, denn im ganzen Landkreis gibt es nur zwei Bademöglichkeiten an Flüssen und Seen. Auch die Wolfsburger Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, die sich im Rahmen einer Bachpatenschaft für die Mühlenriede einsetzen, wünschen sich wieder mehr Zugänglichkeit zu unseren Flüssen. Mit einem Erlebnislehrpfad konnten sie nicht nur ein Preisgeld bei einem Umweltwettbewerb gewinnen, sondern auch 200 Menschen am entlegenen Bachufer versammeln, als die erste Station des Pfades mit einem Big Jump eingeweiht wurde. Das Hamburger Team vollführte seinen Sprung gleich im Trocknen. Angesichts der verdreckten Uferbereiche der Alster ist ein Big Jump auf dem Jungfernstieg zu verantworten, nicht aber der ins Alsterwasser.
 
Mit einem bewegenden Dokumentarfilm, Fotos und Berichten hinterließen die Jugendlichen merklich Eindruck bei den Flussparlamentariern. Ihnen wurde für das besondere Engagement nicht nur der „Goldenen Wasserrahmen" verliehen, sondern auch viel Lob und Mut zugesprochen „Nutzt eure Kreativität und Energie, um weiterzumachen und andere mit eurer Begeisterung anzustecken.", unterstrich Andrea Wolter als Vertreterin der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz. Sie war nicht die einzige, die ein großes Interesse an der Fortführung der Aktion bekundete und Unterstützung für eine Big Jump Challenge 2013 zusagte. Nicole Maisch zog nach dem zweifelhaften Genuss des Flusswassercocktails ein deutliches Fazit: „Die Botschaft ist angekommen. Wir müssen mehr dafür tun, dass wir uns in Zukunft nicht mehr so vor einem Schluck Flusswasser ekeln."
 
Die Big Jump Challenge wurde 2012 in Kooperation von der Forschungsgruppe GETIDOS (Universität Greifswald, IÖW Berlin), dem betterplace lab, der Deutschen Umwelthilfe e.V., dem Global Nature Fund, Grüne Liga e.V. und Viva con Agua de St. Pauli e.V. organisiert.
Mehr Informationen finden Sie auf www.bigjump2012.net.
 
Unter folgendem Link können Sie Fotos der Veranstaltung und der Big Jumps herunterladen (Copyright der Fotos vom Flussparlament: Justus Lodemann, weitere Fotos: Copyright im Dateinamen):https://www.dropbox.com/sh/nc4as64gqk335gq/q9HNBtihQN
 
Wenn Sie gerne an der Veranstaltung teilnehmen möchten, registrieren Sie sich bitte über unseren Pressekontakt.
 
Pressekontakt:
Nele Kapretz
Kampagnenleitung Big Jump Challenge
nele.kapretz@uni-greifswald.de
Telefon: 030.22398936
Mobil: 0177.4700966 

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