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Pantanal-Feuchtgebiet

 

Brasilien, Bolivien, Paraguay

 
 

Aktuelles:

 

Die Wanderausstellung „Pantanal – Ein Naturparadies in Gefahr“ ist vom 5. November 2011 bis 29. Januar 2012 in der Galerie Schule des Sehens, Zingst, Deutschland zu sehen.

Weitere Informationen und Termine zur Ausstellung ...

 
 
 

Das Pantanal ist mit 140.000 Quadratkilometern das größte Feuchtgebiet der Welt. Zum Vergleich: Griechenland ist 132.000 Quadratkilometer groß. Während der Regenzeit überschwemmen der Paraguay-Fluss und seine Nebenflüsse riesige Gebiete. Außerhalb der Regenzeit verwandeln sich große Teile der Wasserlandschaft in hitzeflimmernde Savannen. Nur an den unzähligen Seen und an den Flüssen ist die Vegetation das ganze Jahr über grün.

 

Insgesamt ist die Vielfalt der Großtiere mit der in Afrika vergleichbar. Zu diesen Arten gehören Brillenkaiman, Gelbe Anakonda, Flachlandtapir, Jaguar, Nandu, Cocoi-Reiher, der Storch Jabiru sowie riesige Scharen von Wat- und Wasservögeln aus Nordamerika, die im Pantanal überwintern.

 

Die Region, die von vielen verschiedenen Stämmen bevölkert war, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von Luso-Brasilianern auf der Suche nach Gold und Sklaven erschlossen. Die Einwanderer lebten bis weit ins 20. Jahrhundert von extensiver Rinderhaltung, Fischfang und Jagd. Mit dem Aufbau einer Infrastruktur wurde europäisches sowie amerikanisches Wirtschaften eingeführt. Zuerst brannten oder rodeten die Farmer die Vegetation und dann bauten sie Soja und Zuckerrohr an.

 

Das sind bis heute die hauptsächlich verwendeten Pflanzen. Zur Steigerung der Erträge werden Dünger und Pestizide eingesetzt. Unsere Partnerorganisation Ecotrópica versucht, Landbewirtschafter von diesem zerstörerischen Irrweg abzubringen und Alternativen aufzuzeigen.

 

Weitere Bedrohungen gehen von der Gewinnung von Gold und Diamanten aus, wobei ganze Landstriche verwüstet und vergiftet werden. Die illegale Jagd begehrter Tiere ist ebenfalls ein Problem. Zum Glück ist aufgrund internationaler Überwachung der Druck auf die Pelzträger Ozelot und Jaguar zurückgegangen, ebenso auf Brillenkaimane, deren Haut zu Handtaschen verarbeitet wurde und auf Hyazinth-Aras, die aufgrund ihrer wunderschönen blauen Färbung bei Volgelliebhabern sehr beliebt waren.

 

Naturschutzvorhaben des GNF und seiner lokalen Partnerorganisation Ecotropica im Pantanal-Gebiet werden von der Stiftung Ursula Merz unterstützt.

 
 

Partnerorganisation

 

ECOTROPICA Brazil

Kontakt: Ilvanio Martins (Präsident)

Rua 03, n° 391

Boa Esperança - 78.068-370

Cuiabá MT Brasil

Tel.: + 55 - 65 627 - 66 19

Fax: + 55 - 65 627 - 66 15

E-Mail: operacional@ecotropica.org.br; executivo@ecotropica.org.br

Website: www.ecotropica.org.br/

 
 Logo ECOTROPICA Brazil
 

Weitere Informationen über das Pantanal

 
 

Buchtipp:

 
 Pantanal - Das Herz Südamerikas

Angelika Hofer, Günter Ziesler:

 

Pantanal - Das Herz Südamerikas

 

140 Seiten; 136 Bilder

Gebunden 30 x 24 cm

Euro 38,50; sFr 66,10

ISBN 10: 3-939172-15-4

ISBN 13: 978-3-939172-15-4

Tecklenborg Verlag, D-48565 Steinfurt

 

Der faszinierende Bildband der beiden Autoren, Angelika Hofer und Günter Ziesler, zeigt bemerkenswerte Aufnahmen der reichhaltigen Tier- und Pflanzenwelt, die während zahlreicher Aufenthalte in der Pantanal-Region gesammelt und kommentiert wurden.

 
 
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