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Militscher Teiche

 

Polen

 
 

Im 12. Jahrhundert legen Mönche die Militscher Teiche an, um darin vor allem Karpfen aufzuziehen. Sie nutzten dazu das Wasser der Bartsch / Barycz, die eine große Niederung nordwestlich von Breslau / Wroclaw durchströmt und in die Oder mündet. Die über 100 Teiche nehmen die Fläche von 70 km² ein. Sie gehören damit zu den größten Teichanlagen der Welt. Die Bartsch-Niederung ist 5.535 km² groß und zehnmal größer als der Bodensee.

 
 

Viele der Militscher Teiche sind heute in ihrem Reichtum an Strukturen von natürlich entstandenen Gewässern nicht zu unterscheiden. Tiere empfinden das offenbar ebenso, denn viele Arten haben hier ihren Lebensraum: 13 Amphibienarten, 267 Vogelarten (von denen 170 an den Militscher Teichen brüten) und 44 Säugetierarten. Darunter sind Fischotter und Biber. Große Kostbarkeiten sind außerdem 80 Rohrdommel-Männchen.  

 
 
 Stroch

Im Herbst nutzen 160.000 Saatgänse die Wiesen und Äcker der Bartsch-Niederung zur Nahrungssuche und die Teiche als Schlafplatz, wo sie vor Rotfüchsen sicher sind. Darüber hinaus gehören die 7.000 ha Wiesen in der Bartsch-Niederung zu den wichtigsten Brutplätzen der Wiesenvögel in Europa mit Weißstörchen, Uferschnepfen, Bekassinen und Wachteln.

 
 

Bedroht sind die Wiesen durch Umwandlung in Äcker und durch intensivere Nutzung, nachdem Polen Mitglied in der Europäischen Union im Mai 2004 geworden ist. Mit Hilfe des Global Nature Fund und anderen Naturschutzorganisationen hat unsere Partnerorganisation Pro Natura 180 ha Wiesen gekauft, damit sie weiter extensiv genutzt werden.

 
 

Weitere Informationen zu den Militscher Teichen

 

Detaillierte Daten

 

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