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Mar Chiquita

 

Argentinien

 

 

Sommer 2009

Dramatische Situation am Mar Chiquita aufgrund drastischen Wassermangels.

Weitere Informationen ...

 

 
 

Das Mar Chiquita ist der größte See Argentiniens und der fünftgrößte Steppensee der Welt. Bei hohem Wasserstand ist er 5.770 km² groß und bei großer Trockenheit 1.960 km². Parallel zur Wassermenge schwankt sein Salzgehalt zwischen 25 und 290 g/l. Diese Extreme bewahrten den See bisher vor dichter Besiedlung und Übernutzung. Am See stehen zwei Gebiete unter Schutz, das 3 km² große "Reserva Natural De Vaquerias" und das 13 km² große "Reserva Natural De Fauna Laguna De Felipa".

 

Prominentester Brutvogel ist der Chileflamingo. Er brütet nur in Südamerika und hier nur in zehn Landschaften. Nach starkem Rückgang der Bestände in den 70er und 80er Jahren wurden 1998 wieder 100.000 erwachsene Vögel gezählt, die 50.000 Junge aufgezogen haben.

 

Wilson-Wassertreter brüten in den Prärien Nordamerikas und überwintern in Peru, Chile, Bolivien und Argentinien. Nach Aufzucht ihrer Jungen fliegen sie zunächst zu den Salzseen Nordamerikas. Dort wurden am großen Salzsee bis zu 600.000 und am Mono Lake bis zu 140.000 Wilson-Wassertreter gezählt. Nachdem sie dort ihr Gefieder gewechselt und ihr Gewicht verdoppelt haben, fliegen die älteren Vögel im Nonstop über den Großen Ozean und die Anden nach Südamerika. Für diese 5.000 km lange Strecke benötigen sie etwa drei Tage. Das ergibt eine Geschwindigkeit von rund 70 km pro Stunde. In den 70er Jahren haben am Mar Chiquita bis zu 500.000 Wilson-Wassertreter überwintert.

 

Die größte Bedrohung für das Mar Chiquita resultiert aus der Tatsache, dass große Wassermengen aus dem zufließenden Dulce-Fluss entnommen werden, um damit Felder zu bewässern. Dringend notwendig ist ein Management für das Wasser, wobei Mar Chiquita und seine dazugehörigen Feuchtgebiete ausreichend berücksichtigt werden müssen.

 
 

Weitere Informationen zum Mar Chiquita

 

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