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Baikalsee

 

Burjatien und Irkutsk Gebiet, Russland

 
 

 

Aktuell:

 

Februar 2010

Die Zellulose- und Papierfabrik BPPM nimmt auf Anweisung von Ministerpräsident Putin ihren Betrieb ohne weitere Umweltauflagen wieder auf.

Weitere Informationen ...

 

 
 Beeindruckende Landschaft am Baikalsee
 
 Markanter Uferbereich am Baikalsee

Der Baikalsee liegt im südlichen Sibirien, nahe der russisch-mongolischen Grenze. Über 2.500 verschiedene Tier- und Pflanzenarten kommen am Baikalsee vor, zwei Drittel davon sind endemische Arten, die nur hier in der Region vorkommen. In den ausgedehnten Kiefern- und Lärchenwäldern und der sibirischen Taiga leben unter anderem Bären, Wölfe, Luchse und Elche. Zu den endemischern Arten zählen u.a. die Baikalrobbe (Phoca sibirica), eine Süßwasserrobbenart, der "Golomjanka", ein schuppenloser, durchsichtiger Fisch ohne Schwimmblase sowie der Omul, eine Lachsart. Viele Millionen Zugvögel rasten auf ihrem Vogelzug auf und am Baikalsee, alleine im Selenga-Delta sind es jährlich über 5 Millionen.

 

Der Baikalsee ist ein See der Superlativen: er ist mit über 25 Millionen Jahren der älteste, mit einer Tiefe von bis zu 1.673 Metern der tiefste und gleichzeitig auch der größte Süßwasserspeicher der Erde. Gespeist wird der Baikalsee von über 300 Flüssen und Bächen, die größten Zuflüsse sind die Obere Angara, die Selenga und der Bargusin. Die Angara ist der einzige Abfluss im Süden des Sees. Im See selbst liegen 22 größere Inseln, wobei Olchon mit einer Fläche von 730 km² die größte ist.

 

Seit dem Jahr 1999 ist der Baikalsee Mitglied im internationalen Netzwerk Living Lakes. Unsere Partner am Baikalsee sind der Naturschutzverband "Firn" und das Baikal Informationszentrum "GRAN" in Ulan-Ude. Die größten Probleme, an deren Lösung unsere Partnerorganisationen am Baikalsee arbeiten, liegen im Bereich der Wasserverschmutzung. Insbesondere die Abwässer einer großen Papierfabrik in Baikalsk, die zu sowjetischen Zeiten im Jahr 1966 direkt an das Seeufer gebaut wurde, beeinträchtigten bis zu ihrer Schließung im März 2009 gravierend die Wasserqualität. Aber auch andere Industrieabwässer werden weiterhin ungeklärt eingeleitet.

 

Die ökonomische Krise in Russland, ausgelöst durch den Zerfall der Sowjetunion, hat zu extrem unsicheren Einkommensverhältnissen der Menschen geführt. Dies rückt die Bedeutung von Arbeitsplätzen gegenüber Umwelt- und Naturschutzbelangen in den Vordergrund. Aber auch die unkontrollierte Überfischung und illegale Jagd, z. B. auf die Baikalrobben, bedrohen die einzigartige Tierwelt der Region.

 
 Silhouette des Baikalsees
 Baikalrobbe

Andere Probleme, auf welche sich unsere Partner konzentrieren, sind die Weitergabe ökologischer Informationen und die Umweltbildung innerhalb der Baikalregion. 

 

Ende 2008 wurde der „Ökologische Gemeinschaftsrat" gegründet, dessen Hauptziel die Koordination der Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft und der NGOs im Bereich Umweltschutz ist. Mit der gemeinsamen Durchführung von föderalen und regionalen Programmen sollen Rechtsverletzungen und ökologische Verbrechen verhindert und somit die Bewahrung der einzigartigen Natur in der Baikalregion sichergestellt werden. FIRN ist Mitglied im Ökologischen Gemeinschaftsrat.

 
 

Gemeinsame Projekte mit den beiden Partnerorganisationen in der Region sind und waren:

 

Projekt zur Entwicklung von sanftem Tourismus

Schutzprojekt der Baikalrobbe

Umweltbildung (2007 - 2009)

Rauchschwalben-Projekt (2004)

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf der jeweiligen Projektseite auf unserer Webseite.

 
 Baguzin Fluss
 

Weitere Informationen zum Baikalsee

 

Detaillierte Daten

 

Kontaktadresse

 
 
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