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Baikalsee

 

Burjatien und Irkutsk Gebiet, Russland

 
 
 Beeindruckende Landschaft am Baikalsee
 

Der Baikalsee liegt im südlichen Sibirien, nahe der russisch-mongolischen Grenze. Über 2.500 verschiedene Tier- und Pflanzenarten kommen am Baikalsee vor, zwei Drittel davon sind endemische Arten, die nur hier in der Region vorkommen. In den ausgedehnten Kiefern- und Lärchenwäldern und der sibirischen Taiga leben unter anderem Bären, Wölfe, Luchse und Elche. Zu den endemischern Arten zählen u.a. die Baikalrobbe (Phoca sibirica), eine Süßwasserrobbenart, der "Golomjanka", ein schuppenloser, durchsichtiger Fisch ohne Schwimmblase sowie der Omul, eine Lachsart. Viele Millionen Zugvögel rasten auf ihrem Vogelzug auf und am Baikalsee, alleine im Selenga-Delta sind es jährlich über 5 Millionen.

 

Der Baikalsee ist ein See der Superlativen: er ist mit über 25 Millionen Jahren der älteste, mit einer Tiefe von bis zu 1.673 Metern der tiefste und gleichzeitig auch der größte Süßwasserspeicher der Erde. Gespeist wird der Baikalsee von über 300 Flüssen und Bächen, die größten Zuflüsse sind die Obere Angara, die Selenga und der Bargusin. Die Angara ist der einzige Abfluss im Süden des Sees. Im See selbst liegen 22 größere Inseln, wobei Olchon mit einer Fläche von 730 km² die größte ist.

 

Seit dem Jahr 1999 ist der Baikalsee Mitglied im internationalen Netzwerk Living Lakes. Unsere Partner am Baikalsee sind der Naturschutzverband "Firn" und das Baikal Informationszentrum "GRAN" in Ulan-Ude. Die größten Probleme, an deren Lösung unsere Partnerorganisationen am Baikalsee arbeiten, liegen im Bereich der Wasserverschmutzung. Insbesondere die Abwässer einer großen Papierfabrik in Baikalsk, die zu sowjetischen Zeiten im Jahr 1966 direkt an das Seeufer gebaut wurde, beeinträchtigten bis zu ihrer Schließung im März 2009 gravierend die Wasserqualität. Aber auch andere Industrieabwässer werden weiterhin ungeklärt eingeleitet.

 

Die ökonomische Krise in Russland, ausgelöst durch den Zerfall der Sowjetunion, hat zu extrem unsicheren Einkommensverhältnissen der Menschen geführt. Dies rückt die Bedeutung von Arbeitsplätzen gegenüber Umwelt- und Naturschutzbelangen in den Vordergrund. Aber auch die unkontrollierte Überfischung und illegale Jagd, z. B. auf die Baikalrobben, bedrohen die einzigartige Tierwelt der Region.

 

Andere Probleme, auf welche sich unsere Partner konzentrieren, sind die Weitergabe ökologischer Informationen und die Umweltbildung innerhalb der Baikalregion. 

 

Ende 2008 wurde der „Ökologische Gemeinschaftsrat" gegründet, dessen Hauptziel die Koordination der Zusammenarbeit zwischen der Staatsanwaltschaft und der NGOs im Bereich Umweltschutz ist. Mit der gemeinsamen Durchführung von föderalen und regionalen Programmen sollen Rechtsverletzungen und ökologische Verbrechen verhindert und somit die Bewahrung der einzigartigen Natur in der Baikalregion sichergestellt werden. FIRN ist Mitglied im Ökologischen Gemeinschaftsrat.

 
 Markanter Uferbereich am Baikalsee
 Silhouette des Baikalsees
 Baikalrobbe
 

Gemeinsame Projekte mit den beiden Partnerorganisationen in der Region sind und waren:

 

Schutzprojekt der Baikalrobbe
Projekt zur Entwicklung von sanftem Tourismus (2008 - 2010)

Umweltbildung (2007 - 2009)

Rauchschwalben-Projekt (2004)

 

Weitere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie auf der jeweiligen Projektseite auf unserer Webseite.

 

GRAN gründete Verband für Ökotourismus in Burjatien (BETA)

In Burjatien nimmt die Zahl der privaten Initiativen zu, die sich für die Entwicklung von Natur- und Ökotourismus interessieren und einsetzen. Um ihre Bestrebungen zu bündeln und erfolgreich aufzubauen, hat GRAN den Verband für Ökotourismus in Burjatien (BETA) im Herbst 2010 gegründet. Bisher erhielten die privaten Initiativen keine staatliche Unterstützung für die Schaffung und Vermarktung von Ökotourismus-Aktivitäten.

Im Oktober 2010 wurde der Verband BETA sowie das Ökotourismusprojekt in der Oka-Region von GRAN im Burjatischen Parlament vorgestellt und stießen dort auf positive Resonanz.

Mit der erfolgreichen Entwicklung von Ökotourismus könnte eine wichtige Alternative zur geplanten intensiven touristischen Nutzung am Baikalsee und in seinem Wassereinzugsgebiet entstehen. Ökotourismus ist eine direkte alternative Einkommensquelle für die lokale Bevölkerung und zeigt zudem den wirtschaftlichen Wert von Natur und Kultur auf.

 

Im Dezember 2010 gewann das Baikal Information Centre GRAN den Landeswettbewerb „350 gute Taten“, der im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum 350. Geburtstag des freiwilligen Anschlusses von Burjatien in die russische Föderation erfolgte.

Das Projekt, mit “Baikal-Handwerker“ betitelt, strebt folgende Ziele an:

  • Die Entwicklung einer Souvenir-Produktion, deren Produkte aus natürlichen Rohstoffen, wie z.B. Filzkleidungstücke, anfertigt werden.
  • Die Entwicklung und Bewerbung von volkstümlichem Schmuck und praktischer Kunst, die für die Republik Burjatien typisch sind.
  • Unterstützung von örtlichen und ländlichen Souvenir-Herstellern.

Im Rahmen des Projektes soll eine Reihe von praktischen Souvenirs aus natürlichen Rohstoffen, wie Filzprodukte (Geldbeutel, Hüllen für Handys und Kameras, Hausschuhe, Broschen, Armbänder ...) hergestellt werden.

Fotos der Souvenirangebote sowie Kontaktinformationen der Handwerker sollen auf der Webseite des Baikal Information Centre "GRAN" (http://gran.baikal.net; www.baikalgran.ru) veröffentlicht werden. Der Projektpartner von GRAN ist die Korsakovo-Schule.

 
 

Weitere Informationen zum Baikalsee

 

Datenübersicht

 
 

Partnerorganisationen

 

Club "Firn" (NGO)

Kontakt: Zhargalma Tsybikova

Ul.Babushkina 13

670031 Ulan-Ude, Buryatia, Russia

Tel.: + 7 - 30 12 - 55 50 88

Fax: + 7 - 30 12 - 55 50 88

E-Mail: office@firnclub.ru

Website: www.firnclub.ru

 
 Logo FIRN
 

Baikal Information Center GRAN

Kontakt: Dr. Nina Dagbaeva

Office 1, 9 Borsoev Str.

Ulan-Ude, Republic of Buryatia

Russian Federation, 670000

Tel. / Fax: + 7 - 30 12 - 21 70 73

E-Mail: gran.baikal@mail.ru

Website: www.gran.baikal.net

 
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