Der Baikalsee liegt im südlichen Sibirien, nahe der russisch-mongolischen Grenze. Über 2.500 verschiedene Tier- und Pflanzenarten kommen am Baikalsee vor, zwei Drittel davon sind endemische Arten, die nur hier in der Region vorkommen. In den ausgedehnten Kiefern- und Lärchenwäldern und der sibirischen Taiga leben unter anderem Bären, Wölfe, Luchse und Elche. Zu den endemischern Arten zählen u.a. die Baikalrobbe (Phoca sibirica), eine Süßwasserrobbenart, der "Golomjanka", ein schuppenloser, durchsichtiger Fisch ohne Schwimmblase sowie der Omul, eine Lachsart. Viele Millionen Zugvögel rasten auf ihrem Vogelzug auf und am Baikalsee, alleine im Selenga-Delta sind es jährlich über 5 Millionen.
Der Baikalsee ist ein See der Superlativen: er ist mit über 25 Millionen Jahren der älteste, mit einer Tiefe von bis zu 1.673 Metern der tiefste und gleichzeitig auch der größte Süßwasserspeicher der Erde. Gespeist wird der Baikalsee von über 300 Flüssen und Bächen, die größten Zuflüsse sind die Obere Angara, die Selenga und der Bargusin. Die Angara ist der einzige Abfluss im Süden des Sees. Im See selbst liegen 22 größere Inseln, wobei Olchon mit einer Fläche von 730 km² die größte ist.